Flugtiere

Taube

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Bei der Haustaube (oder auch Straßentaube) handelt es sich um einen rund 33 Zentimeter großen Vogel. Das Gefieder von Columba livia domestica weist oft eine graublaue Färbung auf. Die Stammart der Haustaube ist die im Mittelmeergebiet heimische Felsentaube, die der Mensch schon vor ca. 5.000 Jahren domestiziert hat.

An den Stellen, an denen Columba livia domestica brüten oder rasten, werden durch die ständige Abgabe von Taubenkot teure Säuberungs- und Sanierungsmaßnahmen an Dächern und Fassaden nötig. Auch in medizinischer Hinsicht bereiten verwilderte Haustauben Probleme, da sie Parasiten und Virusbedingte Infektionskrankheiten auf den Menschen übertragen können. Verwilderte Haustauben (sog. Straßentauben) können mehr als 100 humanpathogene Krankheitserreger auf Menschen und Haustiere übertragen. Im Einzelnen können Viren, Bakterien, Pilze, Einzeller (Protozoen), Bandwürmer (Cestoden), Saugwürmer (Trematoden), Rundwürmer (Nematoden), sowie zahlreiche Insekten-, Zecken- und Milbenarten übertragen werden. Dem Kot der Haustaube kommt bei der Verbreitung von Krankheiten eine besondere Rolle zu, da er einen idealen Nährboden für Schimmelpilze und Hefepilze darstellt. Die Haustaube oder Straßentaube gilt daher zugleich als Hygieneschädling und Materialschädling. In den Nestern der Haustaube leben überdies zahlreiche Insektenarten sowie Milbenarten, die als Hygieneschädlinge und/oder Materialschädlinge gelten. Zu diesen Arten gehören unter anderem die Taubenzecke (Argas reflexus), der Hühnerfloh (Ceratophyllus gallinae), die Rote Vogelmilbe (Dermanyssus gallinae) sowie der Bibernellen Blütenkäfer (Anthrenus pimpinellae).

Quelle: www.schaedlingskunde.de