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Pharaoameise

Bei der Pharaoameise handelt es sich um eine Ameisenart mit extrem kleinen Arbeiterinnen. Die nur rund 2 mm langen Pharaoameisen sind gleichmäßig hellbraun gefärbt. Die Antennen enden mit einer dreigliedrigen Fühlerkeule. Im Gegensatz zur Rasenameise (Tetramorium caespitum) besitzen Pharaoameisen keine Epinotaldornen. Pharaoameisen gehören zu den Myrmicinen, die zwischen mittlerem Körperabschnitt (Mesosoma) und Hinterleib (Gaster) zwei sog. Stielchenglieder (Petiolus und Postpetiolus) aufweisen. Auf den ersten Blick können Pharaoameisen leicht mit der ebenfalls sehr kleinen little yellow ant (Plagiolepis alluaudi) verwechselt werden. Allerdings gehört diese Ameisenart in die Unterfamilie der Schuppenameisen (Formicinae).

Leider gehören Pharaoameisen wie einige Schabenarten zu den Tierarten, die als Überträger von Krankheitserregern in Frage kommen. Regelmäßig werden lebensmittelverarbeitende Betriebe, Gaststätten oder gar Krankenhäuser besiedelt, wo Pharaoameisen im Sinne des § 13 Bundesseuchengesetz gefährlich werden, da sie eine Vielzahl von Krankheitskeimen übertragen können. Nachgewiesen wurden u. a. die Übertragung von Salmonellen, Streptokokken und Staphylokokken. Die Krankheitserreger werden von den Pharaoameisen verschleppt wenn sie wechselseitig mit Krankheitserregern kontaminierte Substrate und Lebensmittel belaufen. Ernstzunehmende wirtschaftliche Schäden richten Pharaoameisen an, wenn sie in elektrische Geräte wie PC`s eindringen und es dadurch zu Kurzschlüssen oder Kabelbränden kommen kann.

Quelle: www.schaedelingskunde.de