Mehlmotte

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Die Falter der Mehlmotte erreichen eine Länge von 14 und eine Flügelspannweite von 22 Millimetern. Die Vorderflügel sind blau- bis silbriggrau gefärbt und weisen neben zwei zickzackförmigen Querbinden auch eine Reihe dunkler Punkte am Flügelsaum auf. Die Hinterflügel von Ephestia kuehniella sind viel breiter als die Vorderflügel und zeigen auf hellem Grund ein gelbbraunes Netzmuster. Seitlich und hinten weisen sie einen silbrigen Fransensaum auf. In Ruhestellung legt die Mehlmotte ihre Vorderflügel dachartig über die Hinterflügel. Die Fühler der Mehlmotte sind etwa halb so lang wie der Körper und zeigen meist in Richtung des Hinterleibendes.

Die Mehlmotte richtet vor allem in Mühlen große Schäden an und befällt neben Mehl Körner aller Getreidesorten wie zum Beispiel Weizen, Roggen, Hafer, Gerste, Mais, Reis oder Hirse. Die Mehlmottenlarven produzieren vom Schlupf bis zur Verpuppung einen feinen Spinnfaden, mit dem die befallene Ware verklebt wird. Besonders in Getreide können großflächige Gespinste entstehen, die die Bildung von Kondenswasser fördern. An solchen Stellen kommt es sekundär zu Pilzwachstum und dem verstärkten Auftreten von Milben. In Mühlenbetrieben verursachen die Larven der Mehlmotte noch weitere Schäden, indem sie Gazesiebe zerfressen und mit ihren Gespinsten Förderleitungen verstopfen. In Mühlen und Großbäckereien kommt dieser Vorratsschädling regelmäßig vor und kann vor allem mit befallenem Mehl und Grieß auch zum Endverbraucher gelangen.

Quelle: www.schaedlingskunde.de